USA 2012 - Gesehen im Isabella (München), 29.6.2013
- Regie: Derek Cianfrance
- Drehbuch: Derek Cianfrance, Ben Coccio
- Kamera: Sean Bobbitt
- Darsteller: Ryan Gosling (Luke), Eva Mendes (Romina), Bradley Cooper (Avery), Dan DeHaan (Jason), Emory Cohen (AJ), Ray Liotta (Deluca), Mahershala Ali (Kofi)
Plot: Luke zieht von Stadt zu Stadt und verdient sein Geld mit einer Motorradshow. Als ihm nach einer Show Eva besucht, wird schnell klar, dass es sich um eine seiner Liebschaften handelt. Offensichtlich will Eva aber nichts mehr von ihm und will nur Abschied nehmen. Als Luke doch ein wenig insistiert, entdeckt er, dass Eva einen Sohn (Jason) hat, der von ihm ist. Von da an nehmen die Ereignisse ihren Lauf: Um doch noch irgendwie so etwas wie eine Familie zu haben, kündigt er seinen Job und versucht es zunächst mit ehrlicher Arbeit. Nach Kurzen aber raubt er schon Banken aus, um seinen Sohn wenigstens mit Geld unterstützen zu können. Da sein Platz bei Eva von einem anderen besetzt ist, bleibt ihm offensichtlich nur diese Form der Unterstützung. Als er nach einem waghalsigen Bankraub gestellt und schließlich erschossen wird, gewinnt der Film eine völlig neue unerwartete Entwicklung. Von nun an steht der Mörder im Fokus, seine Familie und der Umgang mit seiner Tat. Aber auch er hat einen Sohn, der in etwa im Alter von Jason, dem Sohn von Luke ist, den er erschossen hatte. Schließlich treffen auch die beiden Söhne aufeinander und es entwickelt sich dramatischer Showdown.
Kommentar: Auch in seinem dritten Film überzeugt mich die Regie von Cianfrance. Obwohl diesmal völlig linear erzählt wird, schafft er es doch mit völlig unerwarteten Wendungen, dass es bei den fast 2,5 Stunden eigentlich keine Längen gibt. Eine beeindruckende Geschickte, die viel Raum für Interpretationen in viele Richtungen gibt.