- Regie: Felix Van Groeningen
- Drehbuch: Carl Joos, Felix Van Groeningen
- Kamera: Ruben Impens
- Darsteller: Veerle Baetens (Elise); Johan Heldenbergh (Didier); Nell Catrysse (Maybell); ua.
Gesehen am 12.5.2013 im City (München)
Kommentar: Unglaublicher Film von van Groeningen! Wir erleben die Geschichte von Elise und Didier, ohne dass sie uns erzählt wird. Der Film beginnt mit der schon todkranken Tochter Maybell und springt dann munter immer wieder zurück zu früheren Szenen aus dem Leben von Elise und Didier. Als dann nach ca. zwei Drittel des Films schließlich die Beerdigung der Tochter gezeigt wird, denk man, dass die Zeitreise ein Ende gefunden hat. Aber weit gefehlt: Nach wenigen Einstellungen, in denen beide versuchen, irgendwie mit dem Verlust fertig zu werden, konfrontiert uns van Groeningen plötzlich mit einer Szene (Didier fährt hinter einen Krankenwagen her), dessen genaue Bedeutung sich erst wieder in zahlreichen "Rückblenden" erschließt, bis dann der endgültige Showdown im Krankenhaus erfolgt. Wahrlich kein Film mit Happy End, aber mit unglaublich bewegenden und schönen Bildern. Ein Film über Leben, Liebe, Tod und wohl auch über die Kraft der Musik (hier Country), die alle Etappen des Geschehens miteinander verbindet. Und so ist es nur konsequent, wenn der Film mit einem letzten Lied der Band am Totenbett von Elise sein Ende findet...