Tabu

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  • Regie: Miguel Gomes
  • Drehbuch: Miguel Gomes, Mariana Ricardo
  • Kamera: Rui Poças
  • Darsteller: Teresa Madruga (Pilar); Laura Soveral (Aurora, alt); Ana Moreira (Aurora, jung); Henrique Espírito Santo (Ventura, alt); Carloto Cotta (Ventura, jung); Isabel Muñoz Cardoso (Santa)...

Gesehen am 2.1.2013 im Atelier (München)

Plot

Die alte und immer noch elegante Aurora lebt mit ihrer Haushälterin "Santa" in Lissabon. Die Nachbarin "Pilar" ist eine Seele von einem Menschen und sieht ab und zu nach dem Rechten. Aurora ist auch im hohen Alter noch eine schillernde Person und das Geheimnis um sie beginnt sich erst dann zu lüften, als die im Sterben liegende Aurora Pilar darum bittet, nach einem gewissen Gian Luca Ventura zu suchen und ihn an ihr Sterbebett zu bringen. Das gelingt aber nicht mehr und der alte Gian Luca kommt gerade noch rechtzeitig zur Beerdigung von Aurora.

Gian Luca erzählt Pilar dann im zweiten Teil des Films (O Paraíso) die bewegende Geschichte von seiner großen Liebe zu Aurora. Beide lernten sich in Moçambique zur Kolonialzeit kennen und teilen eine ganze Reihe von Geheimnissen miteinander, über die Aurora in einem letzten Brief an Gian Luca eindringlich bat, für immer zu schweigen.

Kommentar

Der Film gliedert sich in zwei Teile: "O Paraíso perdido" (Teil 1) und "O Paraiso" (Teil 2). Der erste Teil spielt in Lissabon unserer Tage und ist voller Andeutungen darüber, dass die scheinbar etwas verrückte Aurora ein großes Geheimnis in sich birgt. Der zweite Teil spielt dann in Moçambique, beinhaltet aber keinerlei "echte" Dialoge. Quasi als "Stummfilm" nur mit Originalgeräuschen sieht man die Bilder, zu denen Gian Luca aus dem Off die Geschichte erzählt.

Aus scheinbar gebührender Distanz enthüllt sich für den Zuschauer so nach und nach das Geheimnis um Aurora und Gian Luca, wobei die "alte" Aurora des ersten Teils dadurch erst als Person verständlich wird.

Gomes hat vor dem Hintergrund portugiesischer Konlonialgeschichte eine mitreißende Liebesgeschichte erzählt.

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