Ostukraine

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Ossietzky 17/2015, S. 609

"Seit mehr als eineinhalb Jahren tob in der Ostukraine der blutige Bürgerkrieg. Begonnen hat er mit dem Staatsstreich vom 20./21. Februar 2014 in Kiew, der, wie sich Barack Obama ein Jahr darauf in einem CNN-Interview brüstete, von den USA eingefädelt worden war. Bereits 45 Tage danach besetzten prorussische Gegner der Putschisten die Schaltstellen der öffentlichen Macht in mehreren ostukrainischen Städten und riefen die "Unabhängige Volksrepublik Donezk" aus. Wenig später erklärte sich auch das Gebiet Lugansk zur Volksrepublik.
Die neuen Kiewer Machthaber hatten eine solche Entwicklung nicht vorausgessehen. Doch, beraten von ihren US-amerikanischen Freunden, reagierten sie rasch und äußerst brutal. Nur eine Woche nach der Ausrufung der Donezker Republik entsandten sie reguläre Truppen sowie sogenannte Freiwilligenverbände zu einem  "Anti-Terror-Einsatz" in die abtrünnigen Gebiete. Ernsthafte Versuche, den Konflikt friedlich zu lösen, unternahmen sie nicht. Die Waffen sollten entscheiden. Der schreckliche Bürgerkrieg begann und damit das Leid der Bewohner der Ostukraine." (Ralph Hartmann)

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