Ossietzky 25/2015

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Ralph Hartmann: Verzeihlicher Ausrutscher (914-917)

  • "Es gibt wohl keinen Leserbrief an eine Zeitschrift, aus dem so häufig zitiert wurde, wie aus dem des Hamburger Publizisten Paul Sethe an den Spiegel vom 5. März 1965: Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten."
  • "So erarbeitete TNS Infratest im Auftrag der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten zu Beginn des Jahres 2015 eine Gewichtungsstudie zur Relevanz  der Medien für die Meinungsbildung in Deutschland. Danach ist das Fernsehen nach wie vor das reichweitenstärkste Medium zur Information und Meinungsbildung. Mit einer informierenden Tagesreichweite von knapp 60 Prozent (...)."
  • "Neuerdings gibt es nicht nur Programmbeschwerden einzelner Fernsehzuschauer. Die Kritik gewinnt an gesellschaftlicher Breite. Im Februar 2014 gründete sich im Leipzig der Verein Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechlichen Medien, (....)."
  • "Neben diesen und anderen förmlichen Beschwerden hat die Publikumskonferenz über einen Monat lang auf der Grundlage der Programmrichtlinien des NDR-Staatsvertrages die Russlandberichterstattung der ARD umfassend untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass einseitige und vielmals tatsachenwidrige Nachrichten mit russophober Gesamtausrichtung die Berichterstattung bestimmen. Eine Einhaltung des staatsvertraglichen Verpflichtung zu Völkerverständigung, Objektivität und Wahrheit sei nicht zu erkennen. In fast allen eingereichten Programmbeschwerden  gegenüber der ARD sei festzustellen, dass die Programmverantwortlichen (...) keinen Anlass zur Selbstkritik gesehen hätten."

Volker Bräutigam: Öffenlich-rechtlicher Gesinnungsjournalismus (917-922)

  • "Nachlesbar sind viele meiner/unserer Beschwerden im Forum Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechlichen Medien (https://publikumskonferenz.de), auf www.rationalgalerie.de , medienanalyse-international.de und anderweitig im Internet. "
  • "Ich halte öffentlich dokumentierten Protest gegen die Irreführung eines Millionenpublikums für eine Hygienemaßnahme. Vor vierzig Jahren kam ich zur Tagesschau-Redaktion. Zehn Jahre blieb ich dort und war's zufrieden, nicht immer, aber oft. Heute würde es mich dauernd genieren, für dieses Institut und seinen Chefredakteur zu arbeiten."
  • "Der Staatsvertrag ist in dieser Beziehung ebenfalls unmissverständlich: Die Sendungen der Tagesschau dürfen keine Meinungsäußerungen der Redaktion enthalten. Der Begriff Machthaber ist eine eindeutige Meinungsäußerung über den syrischen Präsidenten Assad, (...)."
  • "Wer Solches kritisch konstatiert, trifft allerdings auf die beinharte, vom System her gewollt unbelehrbare Haltung der öffentlich-rechtlich bestallten Chefredakteure und Intendanten. Auf eine mit 20.000 und 30.000 Euro Monatsgehalt maßlos überbezahlte parteigeförderte Funktionselite von Unbelangbaren. Sie leugnet Fehler stereotyp und beharrt auf ihrer unanfechtbaren Deutungshoheit."
  • "Unser freiheitliches Mediensystem und seine Bürokraten fördern ein Freiheits- und Informationsverständnis, das auf das Menschenbild der herrschenden kapitalistischen Kräfte abgestimmt ist."
  • "Statt Nürnberger Reichsparteitagsgelände, Führertribüne und nazistische Hetzreden das verdummende Infotainment der gleichgeschalteten elektronischen Massenmedien und ihre gezielte Desinformation oder Nichtinformation: geschafft!
    Bildungsabbau uns psychologische Vorbereitung für den Krieg nach innen und nach außen. Die von ARD, ZDF und Deutschlandradio dominierte und im Übrigen kommerzialisierte Medienwelt ist das Abbild des völlig verfahrenen Karrens der westlichen Wertegemeinschaft."

 

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