Berlin 2019 (Aufbau Verlag)
Der Schulmeister Jakob Bach im Dorf Gnadental an der Wolga wird eines Tages ans andere Ufer der Wolga zum Gehöft Grimm gerufen, um die Tochter des Hausherrn (Klara) zu unterrichten. Anfangs recht skeptisch willigt er dennoch ein und beginnt die Tochter, die von ihm beim Unterricht stets durch einen "Paravent" getrennt ist, und somit für ihn unsichtbar, zu lieben.
Die beiden finden unter den Wirren des Umbruchs von 1917 zusammen und ziehen in das Anwesen Grimm ein, nachdem die Vorbesitzer sich nach Deutschland aufgemacht haben.
Als Klara bei der Geburt ihres Kindes stirbt, ist Bach gezwungen sich der kleinen Anna anzunehmen. Die Umwälzungen in revolutionären Sowjetunion scheinen zunächst an ihrem Gehöft und ihrer Einsamkeit spurlos vorüberzugehen. Bach ist jedoch gezwungen, ab und zu nach Gnadental zu kommen, um Milch für die kleine Tochter zu besorgen.
Als schließlich ein kleiner Junge im Gehöft auftaucht und sich dem einsamen Paar anschließt, verändert sich das Leben der beiden nachhaltig.