Gundermann (Glechoma Hederacea)

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nach Storl 2007

Die ätherischen Öle sind schwer wasserlöslich. Man sollte daher Tee aus Kräutern, die viel von diesem Himmelslüften enthalten, stets zugedeckt ziehen lassen. Oder noch besser: Man folgt dem altgermanischen Brauch und kocht solche Kräuter in fetter Milch, vor allem in Ziegenmilch. (95)

Gundermannkartoffelsuppe: Kartoffeln kochen und passieren. Speck, Karotte und Zwiebel dazugeben und weiterkochen lassen. Anschließend würzen und eine große Prise Gundermannblätter hineingeben. (79)

Der Gundermann war ihm [Thor] aber besonders lieb, denn er wurde (...) zum Bierbrauen verwendet (...).

Aufgrund der Saponine (...) und der ätherischen Öle, die das Kraut enthält, wirkt Gundermann schleimlösend.  Angezeigt ist die Heilpflanze bei verschleimten Lungen, Bronchitis, Schnupfen, Rachenkatarrh, Schleimhautentzündungen sowie bei Ohrenklingen, das durch Schleimansammlung im Mittelohr entsteht. Dazu bereitet man einen Teeaufguß oder, noch besser, man lässt das Kraut in heißer, fetthaltiger Milch ziehen. (101)

Auch bei eiternden Zähnen und wundem Zahnfleisch wird der Tee als Mundspülung gebraucht. (102)

Tatsächlich wirkt Gundermanntee oder -milchabkochung entzündungshemmend, harntreibend und reizmildernd bei Reizblase und Nierenerkrankungen. Nicht nur Mellie Uyldert, die niederländische weise Frau, empfiehlt den etwas kräftiger gebauten Gundermanntee bei Blasen- und Nierensteinen (...). (104)