Vogelmiere (Stellaria Media)

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Storl 2007, S. 213 ff

Ich sehe sie gerne in meinem Garten, denn sie ist nicht nur eine der besten Bodenbedeckungen für brachliegende Beete, sonder auch ein Stickstoffanzeiger, der mir virl über die Bodenqualität aussagt.

Sie wurzelt nicht tief, denn sie saugt Wasser nicht nur mit den Wurzeln, sondern nimmt auch Tau mit den Härchen auf (...).

Für mich ist die Vogelmiere überhaupt kein Unkraut. Sie ist eher ein Slatgewächs, auf das ich mich im Fürhling und im Spätherbst besonders freue. Sie kann in jeden Salat gemischt werden; man kann sie auch feingehackt auf ein Quarkbrot streuen.

Auf den Märkten der Großstädte wurde die Miere einst in Bündeln als Suppengrün verkauft.  (219)

Sammeltipps

Als Wildgemüse steht das Kraut fast das ganze Jahr zur Verfügung. Anstatt es auszureißen, schneidet man das Kraut am besten mit einer Schere ab, da sonst zu viel Erde mit an den ausgerissenen Würzelchen haften.

  • Salat aus Vogelmiere und Bärlauch

1 großes Bünde Vogelmiere, 1 Hand voll frischer Bärlauch, 20 g Sauerrahm, Gewürze, 1 gekochtes Ei.

Die Miere, die die Kälte so gut verträgt und deren Areal bis zum Polarkreis reicht, konnten auch die Eiszeiten wenig anhaben. (221)

Im Körper wirken die Schaumstoffe vor allem auf die Schleimhäute. Sie wirken schleimlösend, verauungsfördernd, harntreibend und erhöhen die Resorption anderer Wirkstoffe.

Medizinische Verwendung der Vogelmiere

  • Frischer Presssaft: Zur Behandlung von Ekzemen und Psoriasis
  • Frisches zerstampftes Kraut: Wirkt, auf die Leber gelegt, kühlend.
  • Frisches Kraut in Schmalz gekocht: Salbe für Hämorrhoiden und Hauterkrankungen

Es war einmal mehr der Kräuterpfarrer und Wasserdoktor Sebastian Kneipp, der die Pflanze für die Neuzeit wiederentdeckte. (...) Er verordnete Vogelmierenaufguss als Augenspülung bei entzündeten, übermüdeten Augen. (224)