Rowohlt Verlag, 2012, 4. Auflage
1. Buch: In stummen Gefilden
Vatermord: Der Student Carl Maria Döhring findet beim morgendlichen Joggen im Berliner Tiergarten eine Leiche. Bei einer Befragung durch den Ermittler Dr. Kienast verhält er sich merkwürdig.
Der Schöpfer hat es bestimmt so gewollt: Am nächsten Tag fährt Döhring zu seiner Familie nach Pfeilen (Düsseldorf), um mit ihr gemeinsam Weihnachten zu feiern. Als er, in Düsseldorf angekommen, die Wartezeit von mehreren Stunden mit dem üblichen Besuch bei seiner Tante überbrücken will, beschließt er plötzlich, zurück nach Berlin zu fahren und seine Aussage bei der Polizei zu widerrufen. Für einen Besuch bei der Tante reicht es daher nicht mehr, aber für ein Telefonat aus einer Telefonzelle.
Ein herrschaftliches Haus: Während ein Telefon läutet wird die Geschichte eines Hauses und Ihrer Bewohner im Budapest 1961 erzählt.
Isoldes Liebestodeslied: Das Endes des zweiten Weltkrieges in einem vermutlich ungarischen Dorf in der Nähe eines Konzentrationslagers (Pfeilen). Der pensionierte Direktor der örtlichen Raiffeisenbank Döhring flüchtet sich in sein Anwesen und wird dort von drei Häftlingen ermordet.
Jeder in seinem eigenen Dunkel: Drei Freunde diskutieren in einem bekannten Budapester Badehaus (Lukács-Bad - vermutlich in den 60iger Jahren) über einen Text. Dabei kommen sie sich auch sexuell näher. Unklar bleibt aber, ob sie wirklich homosexuelle miteinander verbunden sind, oder ob es sich nur ein eine enge Komplizen- und Freundschaft handelt, die darauf zurückzuführen ist, dass sie ein gemeinsames Schicksal teilen: Alle drei leben zwar in Ungarn und haben einen gemeinsamen Arbeitgeber, sind aber von unterschiedlicher Abstammung.
Der echte Leistikow: Ausgehend von einem Bild, das bei der Tante hängt und Döhring schon als kleiner Junge beeindruckt hatte, erfahren wir von einer Situation, die sich vor einer ähnlichen Lichststimmung abspielte, wie sie im Gemälde dargestellt wurde: Döhring stürzt vom Rad, als er zufällig an einem FKK-See im Wald vorbeikommt. Seine Wunden inspizierend beobachtet er aus dem Augenwinkel das Geschehen am See. Der Aufforderung, sich ebenfalls auszuziehen, wenn er bleiben wolle, kommt er nicht nach und bricht wenig später wieder auf. Als er am nächsten Tag zurückkommen will, um sich ebenfalls dem FKK-Vergnügen zu widmen, findet er den See nicht mehr.
Döhrings Traum geht weiter: Im Traum sieht Döhring Teile der Vorkommnisse aus dem Kapitel "Isoldes Liebestodeslied". Er sieht sich im Traum als einer der Häftlinge, die der von seinem Vater mitgelegten Feuersbrunst im KZ, entkommen waren. Klar wird ihm dabei, dass seine Tante die von seinem Vater so intensiv gesuchte Schachtel gefunden hatte und niemanden etwas sagte...
Nu féminin en mouvement: Ninó fährt mit Gyöngyver im Taxi zum Krankenhaus, um des Professors letzte Stunden beizuwohnen. Bei der Fahrt kommen sich die beiden Frauen - obwohl sie sich eigentlich spinnefeind sind - unerwartet körperlich näher. Gleichzeitig beginnt sich Ninó an eine frühe homoerotische Erfahrung zu erinnern, die Sie offensichtlich nach der Geburt ihres Sohnes in einem Hotel in Groningen machte.
Im Zauberspiegel sich selbst: Wir erfahren, wie sich Döhring an einem verregneten Tag die ersten einer ganzen Serie von bunten Unterhosen gekauft hat, um dann abrupt und unvermittelt in die Szene zurückzukehren, in der er von einer Telefonzelle aus seine Tante anruft (Der Schöpfer hat es bestimmt so gewollt). Wir sehen ihm dabei, wie er versucht, seinen steifen Schwanz wieder in die besagte Unterhose zu packen...
Durch den Eingang seines heimlichen Lebens: Gyöngyver sitzt im Taxi ( Nu féminin en mouvement) und kann sich "das Bild von gestern Abend nicht vertreiben": Als sie zu später Stunde nach Hause kommen und sie sich im Bad fertig macht, beginnt Ágost an sich herumzumachen. Zunächst fassungslos sieht Gyöngyver zu, wie Ágost masturbiert. Dabei erkennt sie, dass "sein Begehren niemanden sucht". Voller Verzweiflung versucht sie, es ihm gleichzutun.
Die stillen Argumente der Vernunft: Auf gefühlten 100 Seiten wohnen wir einem Akt zwischen Gyöngyver und Ágost bei, den die Vermieterin von Gyöngyver im Gespräch mit ihren Freundinnen als "kopulierende Raupen" bezeichnen wird, weil sie unerwartet ins Zimmer der Liebenden trat. Schließlich verlagert sich der Fokus auf Irma Szemzó, die sich auf den Weg zu einem Treffen mit Freundinnen macht.
2. Buch: In den Tiefen der Nacht
Margareteninsel: Ein Junge läuft auf einem Waldweg auf der Margareteninsel vor einem Verfolger mit offensichtlich sexuellen Absichten davon. Auf der Flucht lässt er Revue passieren, wie es dazu kommen konnte. Er reflektiert dabei auf sein Judentum, seine Homosexualität und sein elendes Leben. Als er schließlich entkommt und an einer anderen Stelle in Budapest herauskommt, trifft er ebenfalls auf herumstehende Männer mit mehr oder weniger eindeutigen Absichten. Da wird er von jemand erkannt und wir erfahren, dass es sich um Kristóf Demen handelt.
Das andere Ufer: Fortsetzung der Szene aus die stillen Argumente der Vernunft, nachdem die kranke Elisa aus ihrem Krankenzimmer geholt wurde und die 4 Damen: Irma, Margit, Mária und Izabella sich an den Tisch setzen, um Karten zu spielen. Von ihrem Platz aus blickt Mária Szapáry auf das "andere Ufer" mit der Uferpromenade, wo sich vermutlich die Szene aus dem vorherigen Kapitel (Margareteninsel) abgespielt haben dürfte.
Gruß von der eigenen Existenz: Wir sehen wieder Kristóf Demen, der eigentlich beschlossen hatte, sich umzubringen, dann aber doch wieder den Kontakt zu den Männern der Uferpromenade sucht. Scheinbar angezogen von einem großen Mann, lässt er sich unsicher mit einen jüngeren ein, um dann aber im letzten Moment doch wieder Reißaus zu nehmen.
Jene Zwei: Ágost und Gyöngyver erwachen aus Ihrem postkoitalem Schlaf und finden zunächst keine Worte, wissen auch nicht mehr wo sie sind und was genau passiert ist. Allmählich kehrt die Erinnerung zurück; sie sind immer noch ineinander verkeilt! Ágost erinnert sich plötzlich daran, dass er jemanden hat ermorden lassen, vor scheinbar langer Zeit... Als sich beide voneinander schließlich lösen wollen, um zu urinieren, beschließt Gyöngyver, es einfach laufen zu lassen und Ágost tut es ihr gleich.
Ilonas Reishuhn: Fortsetzung der Szene aus "Gruß von der eigenen Existenz": Kristóf Demen erwacht nach seiner Flucht und findet sich im Garten des Grand Hotel der Margareteninsel wieder. Er erinnert sich daran, wie er früher mit seinen Großeltern hierher kam und wie er in das Zimmermädchen Szidónia Oltó verliebt war.
Schließlich erinnert er sich an seinen Vorsatz, sich umzubringen und macht sich in Richtung Árpád-Brücke auf den Weg, weil man sich dort "viel besser ins Wasser stürzen kann". Als er wegen Harndrangs an einem öffentlichen Pissoir vorbeikommt, beschließt er endlich zu urinieren. Dort erwarten ihn jedoch alle möglichen Männer aus dem Park in der Dunkelheit. Auch sein geliebter "Riese" ist dabei und schließlich scheinen sich all seine sexuellen Wünsche kurzzeitig zu erfüllen.
Eine brandneue Zivilisation: Fortsetzung der Szene aus "Jene Zwei". Ágost starrt aus dem Fenster ins Leere während Gyöngyver nackt in der Wohnung herumspringt, um für ihn ein "Plaids" zu besorgen. Dabei lernen wir die Einrichtung der Wohnung von Frau Szemzós kennen. Wir erfahren, dass die Wohnung von einem jungen Architekten (Alajos Mazdar) eingerichtet wurde. Offensichtlich gab es damals zwischen Frau Szemzós und ihm trotz des großen Altersunterschieds eine heftige Anziehung.
Währenddessen überlegt sich Gyöngyver, wie sie wohl die von ihrer Pisse durchnästen Decken säubern soll und hätte Lust, nackt auf dem Klavierstuhl sitzend, das Wasser erneut laufen zu lassen....
American Dream: Der Architekt Mazdar und Frau Szemzós treffen sich unerwartet zu später Stunde in der Wohnung, die Mazdar einrichten sollte. Obwohl beider starkes Begehren offenbar wird, passiert nichts, außer dass sie "ihre behandschuhte Hand auf seinen Arm fallen ließ und ihn leicht drückte."
Es reißt alles auf: Szene aus dem russisch besetzten Budapest. Auf der Suche nach Brot oder etwas Essbaren begeben sich die Menschen wegen der Straßenkämpfe in große Gefahr. Vor einer Bäckerei steht eine endlos lange Schlange für Brot an. In der Nebenstraße fahren russische Panzer vorbei. Man glaubt sich sicher, bis einer in die Straße der Bäckerei einbiegt und zu feuern beginnt.
Sie konnten es nicht vergessen: Praktisch die Fortsetzung der Szene aus American Dream: Mazdar fährt mit dem Dampfschiff über die Donau nach Hause, in seine Geburtsstadt Mohács, um dort scheinbar selbst Möbel für die Wohnung von Frau Szemzós zu fertigen. Der Kapitän des Schiffes, László Freiherr und Ritter von Bellardi, entpuppt sich als alter und offenbar einziger Freund Mazdars aus seiner Kindheit. Obwohl verschiedenen sozialen Klassen entstammend, waren und sind sie dich doch ziemlich nahe. Der Kapitän lädt ihn zu einem Dinner in seinen Salon ein, scheinbar in der Absicht, ihm ein Geschäft bzw. einen speziellen Auftrag vorzuschlagen. Beide verlieren sich jedoch während des Essens, ausgiebig weintrinkend, in allerlei Betrachtungen und Geschichten, so dass es schließlich zu keinem Angebot seitens des Kapitäns kommt. Angedeutet wird nur, dass beide offenbar ein Geheimnis teilen, über das sie nicht direkt zu sprechen wagen...
Im Sommer siebenundfünfzig dann: Anknüpfung an Es reißt alles auf. Ungarn kurz nach der Revolte. Das "ich" ist offensichtlich Kristóf Demen, der sich daran erinnert, als er, 16 Jahre alt, mit dem Zug und mehreren Tausend Kindern 1957 im Rahmen einer "Urlaubsaktion" irgendwohin verfrachtet wurde. Zu seiner Tante Irén hatte er offensichtlich ein besseres Verhältnis als zu seiner Mutter. Kristófs Vater war scheinbar verschwunden und die Familie erhielt deshalb "Waisenrente".
Alle Ungarn sind verloren: Fortsetzung der Szene Sie konnten es nicht vergessen. Mazdar erinnert sich "folgenden Morgen" daran, was die Nacht davor auf dem Schiff auf der Donau geschehen war, und wir erfahren nun, welches Angebot ihn Bellardi gemacht hatte. Zu vorgerückter Stunde, kurz vor der Ankunft in Mohács, eröffnet ihn der Kapitän schließlich, dass er ihn für einen Geheimbund gewinnen möchte, in dem lauter hohe ungarische Persönlichkeiten verkehren. Es geht offensichtlich um eine Wiedergeburt des "Ungarntums". Mazdar regiert pikiert und verweist auf seine Deutsche Mutter. Bellardi bemerkt nicht, "dass sich die Liebe des anderen nur auf die Vergangenheit bezog."
Imprägnierte Schwellen: Unmittelbare Fortsetzung von Alle Ungarn sind verloren. Mazdar versucht beim Holzhändler Ármin Gottlieb passendes Holz zu finden und wird fündig. 98 imprägnierte Bahn-Schwellen scheinen genau dem zu entsprechen, was er für die Einrichtung von Frau Szemzó benötigt. Beim Gespräch mit Gottlieb werden Erinnerungen aus früher Kindheit bei Mazdar wach. Gottlieb scheint ihn aber nicht zu erkennen! Während Mazdar nach Hause geht, um seine Mutter zu erwarten und auf ein paar Probeschwellen von Gottlieb zu warten, geht dieser ebenfalls nach Hause zu seiner scheinbar verwirrten Frau (Margit), um seinen vergessenen Hut zu suchen. Während Margit ihm eine Leber braten will, liest er ihr eine Geschichte vor.
Jüngstes Gericht: Die letzte Szene des II. Buches thematisiert nun wieder das Ende des Krieges im Lager Buchenwald. Die Protagonisten sind ein "Kammer" und ein "Gregor Peix", beide zu zweifelhaftem Machtpositionen im Lager gelangt, müssen in den letzten Momenten des Krieges noch sterben, weil ein gewisser "Obersturmführer Döhring" es so will.
3. Buch: Der Atem der Freiheit
Anus mundi: Zu Beginn sehen wir Gyöngyver bei ihrer Gesangsstunde. Während sie versucht, ein Fis zu intonieren, gleitet der Blick zu Kristóf Demén, der draußen versucht, sich umzubringen. Auf der Flucht vor Polizisten lässt er seine sexuellen Erlebnisse der letzten Nacht nochmals Revue passieren. Parallel erfahren wir, wie die Gesangsstunde seinen Lauf nimmt: Gyöngyver kommt ihre Ziehmutter (Frau Bizsók) in den Sinn, die sie in den Hühnerstall sperrte. Gleichzeitig reflektiert sie über ihr leidenschaftliches Verhältnis zu Ágost, der in ihrem Zimmer liegt und schläft. Letztlich aber empfindet sie "gierigen Hass auf diese Leute und das Bedürfnis, ihnen alles wegzunehmen, alles von ihnen zu lernen, um sie dann zu überflügeln und zu verachten (...)." Geleitet von den erklingenden Tönen "erzählen" die Wände ihre Geschichte: Die Wohnung wurde damals von jungen "Pfeilkreuzlern" gestürmt, die alle Möbel aus dem Fenster warfen, damit die Juden die Wohnung nicht mehr benutzen konnten.
Vor diesem Hintergrund schwenkt der Blick wieder zu der Vorkriegszeit und zu Mazdar, als er die Möbel für Frau Szemzó fertigte. Dabei erinnert sich Mazdar wiederum an seine Kindheit mit Bellardi und wir erfahren, wie sie zusammen den Gottlieb-Jungen fast zu Tode steinigten.
Als damals plötzlich Frau Szemzó ihren Besuch ankündigt, dreht Mazdar fast völlig durch und missversteht komplett, dass sie in Begleitung ihres Mannes und ihrer beiden Kinder zu Besuch kommt. Die Familie Szemzó logiert dabei im selben Hotel, das auch der Geheimrat Elmér Vay auf der Durchreise gewählt hat, um die Deportation der Juden in ganz Ungarn zu organisieren.
Wie ein feines Uhrwerk: Nach der Messe treffen die beiden Freundinnen "Karla Baronin von Thum zu Wolkenstein" und die Gräfin Auenberg auf "Otmar Freiherr von der Schuerr", der beide zum Mittagessen einlädt. Die Szene spielt offensichtlich wieder zu Zeiten der deutschen Besatzung in Ungarn. Der Freiherr und Karla forschen auf dem Gebiet der Rassenbiologie und Vererbungslehre am Kaiser Wilhlem-Institut für Anthropologie und sind beide Professoren. Zwischen Ihnen herrscht eine gewisse Rivalität, und Schuerr möchte verhindern, dass Karlas Buch demnächst erscheint.
Schuerr wird charakterisiert als jemand, in dessen Leben Pflicht vor Genuss kommt. Ihnen plagen jedoch grausame Erinnerungen aus dem I. Weltkrieg. Gräfin Auenberg ist von ihm fasziniert, weil er sie an ihren Verlobten erinnert. Auch wenn die beiden Damen sich auf den nach Hauseweg vor dem "großen" Mittagessen fast streiten, gehen sie schließlich doch in vermeintlicher Eintracht zum Hause des Freiherrn.
Mir bleibt keine Zeit mehr: Ein Mann läuft einer Frau hinterher, von der er irgendwie fasziniert ist. Gegen Ende des Kapitels wird klar, dass es sich offensichtlich um Kristóf Demen handelt ("Ich hätte doch von der Árpad-Brücke in die Donau springen sollen"), der obwohl scheinbar eher Männern zugeneigt, diesmal einer Espressoverkäuferin hinterhereilt. Als sie sich plötzlich umdreht und zu erkennen gibt, dass sie ihn bemerkt hatte, kommt es zu einem kurzen Gespräch. Schließlich taucht ihr Mann auf und sie verabschieden sich, ohne dass klar ist, ob sie sich wiedersehen werden...
Der schöne Racheengel: Unmittelbare Fortsetzung von Wie ein feines Uhrwerk. Gräfin Auenberg und die Baronin Karla befinden sich an der Tafel des Freiherrn von der Schuerr. Zugegen sind auch seine Frau und seine drei Kinder. Schnell wird klar, dass zwischen dem Freiherrn und der jungen Gräfin eine große wechselseitige Anziehung besteht. Während der Vorspeise unterhalten Sie sich intensiv ohne die anderen so richtig wahrzunehmen. Als die Kinder dann mehr oder weniger gewaltsam vom Tisch entfernt werden, kippt die Situation. Die Gräfin scheint vom Freiherrn gar nicht mehr so begeistert. Schließlich bleiben er und die Baronin im Esszimmer zurück, um über wichtige Angelegenheiten zu sprechen.
Diese verschreckte Befriedigung: Fortsetzung von Mir bleibt keine Zeit. Kristóf folgt der Espressoverkäuferin und landet - ohne das klar wird wie - auf dem Rücksitz ihres Autos. Als ihr man dazu kommt und sie nach einem ersten Streit losfahren, nimmt die Situation groteske Züge an. Obwohl er Gelegenheit gehabt hätte auszusteigen, bleibt Kristóf im Auto und darf eine "Wahninnsfahrt" miterleben.
Hans von Wolkenstein: Im Mittelpunkt steht der uneheliche Sohn der Baronin: Hans! Die Baronin hat ihn offensichtlich zu Versuchszwecken in ein Internet gegeben, das sich in Ihrem Schloss befindet und rassenbiologische Untersuchungen an den Jungen durchführt. Weil Hans der Sohn der Baronin ist, genießt er beim Personal zwar gewisser Vorrechte, wird jedoch sonst genauso behandelt und untersucht wie die anderen. Anlässlich des schlechten Benehmens von Hans versucht Freiherr von der Schuerr die Baronin unter Druck zu setzen, dass sie das Haus dem Institut zur Gänze vermacht. Als sich Hans für kurze Zeit davonmacht, verfolgt ihn seine Nichte und hinterbringt Hans eine Nachricht von seinem Vater, der ihn aus der Anstalt befreien will.
In diesem Haus bin ich schon gewesen: Fortsetzung von Diese versteckte Befriedigung . Vor dem Haus der Espressoverkäuferin (Klára Vay) findet sich Kristóf mit ihrem Mann (Simon) wieder. Sie warten im Auto während sie schnell nach oben gegangen ist. Währenddessen wird Kristóf klar, dass er dieses Haus kennt. Er hatte hier vor 10 Jahre Klavierunterricht bei einer Frau, die hier scheinbar immer noch wohnt. Offensichtlich gab damals ein einschneidendes Erlebnis (",wo dann das Entsetzliche geschieht.") mit einem Mädchen namens Ilonka Weisz. Kristóf erinnert sich, dass dieses Haus ein "Sternenhaus" war. Kristóf erinnert sich an seine Mutter, die offensichtlich die ganze Familie verlassen hatte und er darauf hin bei seinen Großeltern außerhalb von Budapest aufwuchs.
Die Schlinge zieht sich zu: Fortsetzung der Taxifahrt von Ninó und Gyöngyver zum Krankenhaus aus dem 1. Buch! Der Chaffeur entpuppt sich als Bellardi, der sich während der Fahrt an seine Kindheit in Mohács erinnert und nochmals das ganze Drama durchlebt, als ihn seine Frau Elisa mit seine kleinen Jungen wegen einer Lesbierin verlassen hatte.
Wir erfahren darüber hinaus im Rückblick vom Treffen Bellardis mit Mazdar, den er sein ganzes Elend erzählen wollte, und von einem weiteren Treffen, wo sich die beiden schließlich ihre Freundschaft durch ein gemeinsames Schwimmen in der Donau versicherten.
Des weiteren zeigt sich im Gespräch während der Autofahrt zwischen Ballardi und Ninó, dass sich Schicksal seines Sohnes Lásló mit dem von Kristóf Demen ziemlich ähneln. Auch Kristóf wurde schließlich von seiner Mutter wegen einer anderen Frau verlassen. Offensichtlich wurden sogar beide von den Nazis verschleppt und letztendlich bei einer gewissen "Emmi Pikler" wieder gefunden wurden.
Als sie im Krankenhaus eintreffen, versucht Gyöngyver Agost anzurufen, um ihn zum Totenbett seines Vaters zu rufen. Das Läuten des Telefons stellt die Verbindung zur Episode Jeder in seinem eigenen Dunkel aus dem ersten Buch her.
Dieser sonnengrelle Sommernachmittag: Fortsetzung von In diesem Haus bin ich schon gewesen! Kristóf setzt sein Erinnern an Ilonka Weisz im Treppenhaus fort. Wir erfahren, wie er als Junge mit dem Dienstmädchen seiner Großeltern "Roza" mit dem überfüllten Bus zu seiner Klavierlehrerin Andria Lüttwitz gefahren ist.
Aus einer Erinnerung Kristófs wird klar, dass er der Junge aus Es reißt alles auf (I. Buch) gewesen ist, der Brot holen musste.
Plötzlich tritt Klara aus der Wohnung seiner ehemaligen Klavierlehrerin und will mit ihm wegfahren.
Kaum einen Zoll voneinander entfernt: Unmittelbare Fortsetzung der vorherigen Szene. Beide versuchen von der starken gegenseitigen Anziehung mittels eines unergiebigen Dialogs abzulenken und landen schließlich im Auto, um wegzufahren. Dabei stellt sich heraus, dass Klara offensichtlich sowohl sein Tante (Ninó) als auch seinen Vetter Ágost kennt.
Die Würze des Glücks: Wir kehren zum Anfang der Parallelgeschichten mit Döhring und Kommissar Kienast zurück. Nach zwei merkwürdigen Telefonanrufen von Döhring macht sich der Kommissar auf den Weg zu ihm. Er hält sich offensichtlich in einem abseits gelegenen Waldhaus auf, das seiner Tante gehört. Isolde musste in Geschäftsangelegenheiten kurzfristig weg.
Der Kommissar und Döhring führen merkwürdige Gespräche im hellerleuchteten Haus, bis der Kommissar beschließt, noch irgendwohin zu fahren, um etwas zu essen. Es ist offensichtlich Heiligabend!
Kienast hatte voher über seine neue Liebe (eine Perfümspezialistin) scheinbar etwas über den an der Laiche haftenden Duft herausgefunden und daraus seine Schlüsse gezogen. Genaueres wird aber nicht enthüllt.
Das Fest läuft auf vollen Touren:
Fortsetzung der Szene zwischen Klara und Kristóf. Sie fahren mit dem Auto zu einem Fest. Kristóf kommen viele Erinnerungen in den Sinn, die er Klara evtl. erzählen könnte (Schlangestehen bei Glázner etc.). Schließlich kommt er auf die Geschichte von seinem versuchten Selbstmord, als er von der Árpad-Brücke in die Donau springen wollte. Immer wieder vergleicht er seine Gefühl für Klara mit denen für den "Riesen".
Klara hingegen muss an ihren Vater denken und an seine zweifelhafte Rolle in der Politik.
Offensichtlich gab es auch ein Zusammentreffen mit Kristóf als kleiner Junge und den Geheimrat Elmar Vay, Klaras Vater. (1488)
Im Treppenhaus, wo das Fest stattfindet, erkennt Kristóf einen Jugendfreund wieder: Pisti. Beide waren offensichtlich in Emmi Picklers Kinderheim interniert gewesen.
Auf dem Fest treffen sie Gyöngyvér, der Ágost offensichtlich vor ein paar Stunden einen Heiratsantrag gemacht hatte.
Als das Fest durch eine Polizeiaufgebot droht, rasch beendet zu werden, tritt auch "André Rott" auf und spielt eine Rolle bei den Verhandlungen mit den Polizisten.
Währenddessen beginnt Klara heftig zu bluten und wird von Simon weggebracht. Als Kristóf nach langem Suchen des Krankenhauses, in das Klara vermutlich eingeliefert wurde, nach Hause kommt, sitzt die ganze Familie am Tisch und teilt ihm mit, das Onkel István gestorben ist.
Am Ende erfahren wir noch, dass Gyöngyvér offensichtlich von Ágost in geheimdienstlichen Aktivitäten dazu benutzt wurde, um Papiere für den Eichmanprozess nach Jerusalem zu schaffen.
Ein reich tragender Aprikosenbaum: Im vorletzten Kapitel lernen wir ein komplett neue Figur kennen: Balter, 57 Jahre, einen ehemaligen Gefängniswärter, der nun pensioniert ist und sich auf ein Stück Land zurückgezogen hat, nachdem er von seiner Frau und seinem Sohn davongejagt wurden.
Wir sehen den Pastor des Dorfes und seinen Enkel David, der es an jenem Tag versäumt hatte, mittags die Glocken zu läuten, weil er baden war und offensichtlich ein entflohener Verrückter ihn seine Kleider geraubt hatte. Davids Vater wurde als er noch klein war hingerichtet und lebt scheinbar seither bei seinem Großvater, dem Pastor.
Der aus einer geschlossenen Anstalt entflohene Fremde sitzt dann irgendwann in Balters Aprikosenbaum. Offensichtlich handelt es sich doch nicht um Balters Sohn. Im Rückblick erfahren wir, dass es zwischen Balter und dem Fremden zu einem Kampf kam und Balter ihn umgebracht hat. Am Schuss geht Balter selbst, diesmal als Mörder, in sein "altes" Gefängnis zurück.
Liebhaber seiner Schönheit: Im letzten Bild sehen wir ein Gruppe Arbeiter beim Straßenbau: Biszók (der ungarische Werksmeister) und die für ihn arbeitenden Zigeuner. Biszók ist der Zievater von Gyöngyvér. Irgenwie scheinen ein paar Kleidungsstücke abhanden gekomenn zu sein und andere, fremde sind aufgetaucht. Biszók erinnert sich an die letzten Kriegstage und seine Gefangenschaft in der Ortschaft Pfeilen, wo ein hochgewachsener Ungar mit dem Namen András Rott mit sprach.