Markus Morgenroth: Digital gebrandmarkt

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Wie Konsumentendaten gesammelt, gehandelt und genutzt werden.  - c't 2017, Heft 1, S. 64-71

[Fitness-Apps und Wearables] Wie umfangreich der Handel den den daraus gewonnen Gesundheitsdaten ist, zeigte eine Untersuchung bereits im Jahr 2014: Die untersuchten Gesundheits-, Wellness- und Fitness-Apps haben Daten der Anwender an insgesamt 70 Drittfirmen weitergeben.

In Deutschland haben erste Versicherungen damit begonnen, Fitnesstracker oder Smartwatches  zu subventionieren.

Die Generali-Gruppe beispielsweise startete Mitte 2016 ein Programm, um Daten zur Bewegung und zum Lebensstil der Versicherten zu erfassen. Zukünftig sollen dann etwas Supermärkte an die Versicherungen melden dürfen, welche Lebensmittel ein Versicherter gekauft hat. Noch sind solche Tarife freiwillig und jeder entscheidet selbst, inwieweit er sich gläsern macht.

Viel zu oft herrscht eine fast unendliche Technologiegläubigkeit vor: Was die Daten sagen, muss war sein, obwohl gerade Verhaltensprognosen auf Korrelation, Statistik und Wahrscheinlichkeit beruht. Die Big-Data-Algorithmen können immer nur so gut sein, wie die Menschen, die sie erschaffen haben.

Egal ob in der Logistik, in der Medizin, Verkehrsplanung oder in der Klimaforschung, es gibt viele Beispiele, wo Big-Data-Auswertungen sinnvoll genutzt werden. Problematisch wird es meistens dann, wenn Daten über Menschen im Spiel sind, weil dann ungenaue Analysen, intransparente Algorithmen oder fehlerhafte Daten durchaus dramatische Auswirkungen  auf das Leben eines Einzelnen haben können.

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