Kopp Verlag, Rottenburg 2015
Sky-News-Reporter Sam Kiley, (...), analysierte die Szene anhand der laufenden Bilder: Eine wirklich auffällige Sache an dem Anschlag auf Charlie Hebdo ist, dass er eindeutig von Leuten durchgeführt wurde, die militärische Profis waren und Kampferfahrung hatten; sie haben schon in der Vergangenheit getötet. (37)
Auf dem Rückweg zum Fahrzeug macht einer der Männer kreisende Bewegungen mit dem senkrecht nach oben gestreckten Zeigefinger - nach Meinung von Ex-Gurka Kileg militärische Gebärdensprache: Das heißt: Das war's, sammelt euch, zurück zum Fahrzeug. (38)
Mit anderen Worten: Es fehlte den beiden sowohl an der Motivation als auch an der profunden Kenntnis und Auseinandersetzung mit dem Islam, um ihr eigenes Leben im (missverstandenen) Kampf für diese Religion in die Waagschale zu werfen. (51)
Die wichtigste Verbindung zwischen den Vermummten bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo und den beiden Flüchtigen waren auch zwei Tage nach der Tat der Ausweis und die angebliche Flasche mit dem Fingerabdruck, die in einem Fluchtauto vergessen wurde. (56)
Wären sie konsequent geflüchtet, hätten sie in derselben Zeit bis zu 2000 Kilometer Fahrtstrecke hinter sich bringen können. Vorbereitet sind sie auf eine so lange Fahrt zumindest nicht. Nicht nur, dass der gestohlene Clio offenbar kein Benzin mehr hat. Ihnen fehlt auch Essen. Mit vorgehaltener Waffe stürmen sie die Tankstelle an der Nationalstraße N 2. Sie nehmen sich Schokoriegel, Getränke und tanken. Doch dann fahren sie nicht weiter, sondern drehen um und kehren den gleichen Weg zurück, den sie am Tag zuvor gekommen waren. (Zeit) Nach Paris zurück - was soll das? Warum fahren sie praktisch in die Fänge der Polizei? (58)
Es sieht so aus, als habe man einen echten psychopathischen Täter mit zwei Sündenböcken verknüpft, (...). Die Kouachi-Brüder könnten bei dem Attentat auf Charlie Hebdo gedoubelt worden sein. Dafür sprechen einerseits die Vermummung und Professionalität der Täter, andererseits der Lebenslauf der Kouachis, (...) (91)
Im Supermarkt rief Amédy Coulibaly am Nachmittag des 9. Januar 2015 angeblich nicht nur selbst bei der Polizei, sondern auch bei dem TV-Sender BFM TV an, also bei demselben Sender, der angeblich auch ein Telefongespräch mit Chérif Kouachi geführt hatte. Handeln Sie in Abstimmung mit den Kouachi-Brüdern?, fragte dabei der Journalist. (92)
Die eigentliche Wirkung des Anschlags besteht daher im weiteren Aufbau des Feindbildes Islam und der Zuspitzung des Kampfes der Kulturen. (109)
Die angeblichen oder auch wirklichen Attentäter haben allen Islamfeinden der Welt den größten Gefallen getan und die perfide Strategie des Kampfes der Kulturen einen großen Schritt vorangebracht. (111)
Ein weiterer Nutzen besteht auch in der Bekämpfung des Aufstandes gegen die Lügenpresse. Indem Journalisten in einer globalen Tragödie zu Opfern gemacht wurden, wurde die Bevölkerung gezwungen, sich mit ihnen zu solidarisieren. (112)
Am 15. Januar 2015 hob die Schweiz die Bindung des Franken an den Euro auf. (...)
Was Frankreich und die EU jetzt dringend brauchten, war ein einigender Impuls gegen einen äußeren Feind, der alles andere überdecken würde. Die gemeinsame Kundgebung der Staatschefs in Paris war daher nur eine Gegenanstrengung gegen die in Wirklichkeit zentrifugalen Kräfte, die dabei waren, die EU und die Euro-Zone auseinanderzureißen. (114)
Der Hass zwischen dem Westen und dem Islam musste weiter geschürt und der Islam weiter dämonisiert werden. Das westliche Imperium brauchte laufend weitere Rechtfertigungen für seine militärischen Einsätze in zahlreichen Regionen wie dem Irak, in Syrien und Westafrika. Die außerhalb Frankreichs kaum bekannte, höchst aggressive Zeitschrift Charlie Hebdo wurde durch die Attentate zur geistigen Speerspitze im Kampf der westlichen Welt gegen den Islam erhoben. (...)
Islamistische Attentate auf Medien sind daher wohl die schlechteste Pressearbeit, die kämpfende Parteien wie der IS oder Al-Quaida jemals unternommen haben. (116)
Die eigentlichen Ziele des Anschlages sind daher der weitere Aufbau des Feindbildes Islam und die Zuspitzung des Kampfes der Kulturen. (118)
Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass die CIA und französische Geheimdienste für den Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo verantwortlich sind, schrieb der renommierte Strategieexperte und frühere stellvertretende US-Finanzminister unter Reagan, Paul Craig Roberts, da die Morde von zwei Brüdern ausgeführt wurden, von denen einer bequemerweise seinen Ausweis in dem angeblichen Fluchtauto verlor. Die französische Polizei stellte sicher, dass die Brüder getötet wurden, bevor sie aussagen konnten, sodass wir nun niemals erfahren werden, was sie selbst über den Anschlag zu sagen hatten. Die einzigen Beweise für die Schult der Brüder seien Behauptungen der Sicherheitskräfte. (121)
Doch merke: Wenn die Herrschenden zu Demonstrationen aufrufen, ist etwas faul im Staate. Erst recht, wenn sie selbst vornweg marschieren. (123)
Aber der Terroranschlag wurde nicht nur national zu totalitären Maßnahmen genutzt. Der Schulterschluss zwischen 44 Regierungschefs am 11. Januar 2015 war nur ein Anfang. Danach wurden mehrere internationale Anti-Terror-Konferenzen zur Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen einberufen - in Wirklichkeit natürlich zur weiteren Unterdrückung der Bevölkerungen, man erinnere sich an den amerikanischen Patriot Act nach dem 11. September 2001. (127)
Genau wie der 11. September 2001 waren die Anschläge vom 7. Januar 2015 ein weiterer Reichstagsbrand, den das westliche Bündnis zum Aufbau einer gobalen Schreckensherrschaft zu nutzen gedenkt. (128)