Ferdinand von Schirach: Der Fall Collini

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München 2011 (Piper Verlag)

Der junge Anwalt Caspar Leinen wird in einem aussichtslosen Mordfall zum Pflichtverteidiger berufen. Da es sein erster Strafprozess ist, nimmt er das Mandat an.

Collini hat einen alten und bekannten Unternehmer mit mehreren Schüssen ermordert und ist dann noch mehrmals auf seinen Kopf getreten. Allen ist klar, dass es sich um einen Racheakt handeln muss. Es lässt sich jedoch keinerlei Motiv für die Tat finden. Da Collini beharrlich schweigt, kommen die Ermittlungen bis zum Prozessbeginn kaum vorwärts.

Als Leinen die Tatfotos zum wiederholten Mal durchgeht, fällt ihm die Waffe auf, mit der Ciollini den Mord begangen hat. Er beginnt in Archiv Ludwigsburg über Hans Mayer zu recherchieren und findet heraus, dass er in Italien zur NS-Zeit ein Kommando befehligt hat, welches den Vater von Collini und andere hingerichtet hatte.

Diese Erkenntnisse werfen eine anderes Licht auf den Angeklagten und verändern den Prozess grundlegend. Collini begeht jedoch Selbstmord, nachdem alles herausgekommen ist.